the wandering centipede

2024
dreiteilige Arbeit, Reservetechnik auf Holz, Tusche und Aquarell, pigmentiertes Wachs, Filz; Eine Platte je H 106cm x  60cm x 62cm, variabel Aufstellbar
Fotos Jana Buch

In der Arbeit the wandering centipede wird das komplexe Ineinandergreifen von Formen und Bedeutungen erneut aufgegriffen. Das in Rosa gehaltene Motiv auf der Vorderseite, das sich über alle drei Paneele erstreckt, basiert zwar auf einem in Europa gefertigten Textil, dieses greift jedoch deutlich eine spezifische indonesische Motivgruppe auf, in der der „wandernde Tausendfüßler“ eine zentrale Rolle einnimmt.

In stilisierter, pflanzenähnlicher Form umrahmt dieses Wesen die übrigen Figuren- und Pflanzenmotive. Es fungiert dabei nicht nur als ornamentales Element, sondern trägt eine symbolische und kosmlogoische Bedeutung: Als schützende Struktur umhüllt es den Körper seiner Trägerin oder seines Trägers. Textile Praktiken fungieren somit als Träger kultureller, spiritueller und sozialer Bedeutungen.

Die für diese Arbeit verwendeten textilen Vorlagen stammen aus dem 17. und 18. Jahrhundert und wurden in Europa – insbesondere in Frankreich, England und Italien – gefertigt. Sie zeigen chinoise Motive und sind somit selbst Ausdruck von Zirkulation, kultureller Aneignung und Transformation.


Ausstellungsansichten Auf der Suche nach Vergnügen
Fünfzehnwochen, Düsseldorf 2024







Insekt nach chinesischer Vorlage aus Encyclopädie der weiblichen Handarbeiten (I)
H 74cm x 50cm, gefärbter Polyesterfilz, Ösen, Stickerei in Anlegetechnik mit Metallfaden, Leinen, Baumwolle, 2024





Off the coast of Amsterdam (searching for pleasure)
2024
Ölkreide auf Papier, Silberfaden, Magnete, PVC